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Abgeordnetenfahrt…

Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!

Auf Einladung des Mitgliedes des Deutschen Bundestages Herrn Matthias W. Birkwald bekamen 50 TeilnehmerInnen der unterschiedlichen Selbsthilfegruppen des Rhein-Erft Kreises die Möglichkeit, in Abstimmung und Organisation mit dem Paritätischen Wohlfahrtsverband/Selbsthilfebüro Rhein-Erft Kreis, an einer 4-tägigen Informationsfahrt nach Berlin teilzunehmen.

Jede Selbsthilfegruppe konnte 4 Plätze hierfür für sich beanspruchen. Aus unserer Gruppe sind Gertrud, Hans, Ludger und ich mitgefahren.

Bereits die Anreise nach Berlin mit der Deutschen Bahn war schon ein kleines Abenteuer, denn wir hatten zwei Rollstühle, einen Rollator und einiges an Gepäck mit dabei. Zum Glück gab es die Reiseassistenz der Deutschen Bahn, die uns beim Einstieg in den ICE unterstützte. Nach Betreten des Zuges endete leider auch die Hilfestellung. Wie man im ICE vom Rollstuhl zum Sitz kommt, nun ja.., die Gänge im Zug sind auch für Rollstühle zu schmal und wenn nicht die hintersten Plätze im Zug frei sind, wird es schwierig.

Gut in Berlin angekommen, erwartete uns bereits ein barrierefreier Reisebus, d.h. es gab die Möglichkeit per Rampe mit dem Rollstuhl in den Bus einzusteigen. Als erstes besuchten wir das DDR Museum. Hier wurden viele Dinge des täglichen Lebens in der DDR ausgestellt, unter anderem auch ein Trabbi, mit Zeltaufbau zum Übernachten. Nach dem check in im Hotel wurde es dann auch schon Zeit für das Abendessen und danach waren wir einfach nur noch müde vom langen Tag und der Anreise.

Donnerstag waren wir als erstes zu Gast im Presse- und Informationszentrum. Dort haben uns drei Damen über die Berliner Selbsthilfegruppen und Organisationen informiert. In Berlin gibt es mehr als 2.000 Selbsthilfegruppen, diese Zahl hat uns beeindruckt. Nach dem Mittagessen haben wir uns auf den Weg zum Reichstag gemacht. Dort bekamen wir die Gelegenheit mit dem Mitglied des Deutschen Bundestages, Herrn Matthias W. Birkwald, zu sprechen. Erst bekamen wir von ihm einen Einblick, wie eine typische Arbeitswoche im Deutschen Bundestag abläuft und im Anschluss erhielten wir die Möglichkeit Fragen zu stellen. Somit hatten wir einen aufschlussreichen Einblick in die Arbeitsweise des Deutschen Bundestages.

Der Freitag begann mit einem Vortrag bei der Deutschen Rentenversicherung Bund. Da die meisten TeilnehmerInnen bereits Renten-/Pensionsbezüge erhalten, erschien dieser Termin für viele Teilnehmer nicht so spannend. Gut gesättigt nach dem Mittagessen „Beim Thüringer“ besuchten wir das Ministerium für Arbeit und Soziales. Im Vortrag ging es primär um das Bundesteilhabegesetz. Wir bekamen auch hier die Möglichkeit Fragen zu stellen.

Nach dem gemeinsamen Abendessen haben wir den Abend im KaDeWe ausklingen lassen. Ein Besuch in der Lebensmittelabteilung dort ist immer ein Erlebnis. Ich stand begeistert vor der Theke mit den Torten und ärgere mich immer noch ein weinig darüber, dass ich nicht doch eine kleine Tafel Kamelmilchschokolade gekauft habe. Das mache ich dann aber auf jeden Fall bei meinem nächsten Berlinbesuch.

Samstag hieß es dann auch schon wieder „tschüss Berlin“ zu sagen. Nach einem letzten Frühstück im Hotel und dem check out haben wir als letzten Programmpunkt das Denkmal für die ermordeten Juden Europas besucht. Das Informationszentrum hierzu hat uns sehr berührt.

Besonders hervorheben möchte ich die Freundlichkeit unseres Busfahrers und des Reiseleiters, der uns die Tage über begleitete.

Und dann wurde es auch schon Zeit für die Rückfahrt mit ICE. Auch in Berlin lief es leider nicht besser als in Köln, da auch hier die Unterstützung seitens der Deutschen Bahn mit Betreten des Zuges endete. Da besteht meiner Meinung nach noch deutlicher Verbesserungsbedarf seitens der Deutschen Bahn.

Ich empfinde ich Abgeordnetenfahrt als eine große Bereicherung und kann nur jedem empfehlen, an einer solchen Fahrt teilzunehmen. Der reibungslose Ablauf, die Begleitung und Betreuung während der Fahrt, die informativen Vorträge und der Austausch mit den anderen TeilnehmerInnen bleiben mir sehr positiv in Erinnerung.

Herzlichen Dank für die tolle Gelegenheit weitere Facetten unserer Bundeshauptstadt kennen zu lernen.

Gudrun Vogel

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